20 Min · 20 Sek · 6 Meter
Alle 20 Minuten den Blick lösen und in die Ferne schauen — der Ziliarmuskel entspannt.
Alle 20 Minuten den Blick lösen und in die Ferne schauen — der Ziliarmuskel entspannt.
Die Blinzelrate sinkt am Bildschirm auf unter 5 pro Minute. Bewusstes Blinzeln befeuchtet die Hornhaut.
Zwei bis drei Minuten Dunkelheit und Wärme bei brennenden, überlasteten Augen.
Daumen 20 cm vor dem Gesicht, dann in die Ferne schauen. Zehn Wiederholungen lockern die Muskulatur.
Mit geschlossenen Augen die gedachte Uhr abfahren. Verbessert die Durchblutung der Augenregion.
Jedes Glas Wasser mit einer kurzen Pause verbinden. Hydration unterstützt die Tränenproduktion.
Heizungsluft trocknet den Tränenfilm aus. Ein Hygrometer hilft, die Feuchtigkeit zwischen 40 und 60 % zu halten.
Das visuelle System auf Nacht umstimmen. Warme Kompresse oder Musik bei gedimmtem Licht.
Tägliche Routinen · Augenfokus
Regelmäßige Gewohnheiten sind der Schlüssel zu langfristigem Sehkomfort. Unsere Augen sind nicht dafür gebaut, stundenlang auf leuchtende Flächen zu schauen. Hier finden Sie einfache Übungen, die Sie direkt am Arbeitsplatz durchführen können, um die Augenmuskulatur zu lockern und den Tränenfilm zu regenerieren.
Warum Routinen helfen
Die menschliche Augenmuskulatur ist auf ständigen Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht ausgelegt. Die starre Fokussierung auf einen Monitor in 50 bis 70 Zentimeter Entfernung hält den Ziliarmuskel über Stunden in derselben Spannung. Das führt zu dem bekannten Gefühl von müden, brennenden Augen am Ende eines Arbeitstages.
Deshalb funktioniert ein einfaches Prinzip: Wer regelmäßig den Blick löst, bewusst blinzelt und kurze Pausen einschaltet, gibt dem Auge Gelegenheit, sich zu regenerieren. Dafür müssen Sie Ihre Arbeit nicht unterbrechen. Es genügen Sekunden, die sich in den natürlichen Arbeitsrhythmus einfügen lassen.
Auf dieser Seite finden Sie acht Übungen für den Büroalltag. Die 20-20-20-Regel als fester Anker, das Blinzeln beim Warten auf E-Mails, Palmieren bei akuter Überlastung, Fokuswechsel, Augen-Kreisen, Hydration, Stoßlüften und die abendliche bildschirmfreie Stunde. Jede Routine lässt sich in wenige Minuten integrieren.
Routinen-Log
Stellen Sie sich einen Timer auf Ihrem Computer oder Smartphone. Alle 20 Minuten unterbrechen Sie den Blick auf den Bildschirm und schauen für 20 Sekunden auf einen Punkt, der mindestens 6 Meter entfernt liegt. Diese kurze Pause erlaubt es dem Ziliarmuskel im Auge, sich aus der Akkommodationsspannung zu lösen. Es ist eine der wirksamsten Maßnahmen gegen digitale Augenbelastung.
Normalerweise blinzeln wir etwa 15 bis 20 Mal pro Minute. Bei der Bildschirmarbeit sinkt diese Rate oft auf unter 5 Mal pro Minute. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, bei jedem Ladevorgang einer Webseite oder beim Warten auf eine E-Mail bewusst mehrmals hintereinander fest zu blinzeln. Das pumpt frische Tränenflüssigkeit über die Hornhaut und verhindert das Austrocknen der Augenoberfläche.
Wenn Sie merken, dass Ihre Augen brennen oder müde werden, hilft Palmieren. Reiben Sie Ihre Handflächen aneinander, bis sie warm sind, und legen Sie sie dann leicht gewölbt über Ihre geschlossenen Augen. Achten Sie darauf, dass kein Licht durchdringt, aber üben Sie keinen Druck auf die Augäpfel aus. Die Wärme und die absolute Dunkelheit für zwei bis drei Minuten wirken bei akuter Überlastung sehr entspannend.
Diese Übung stärkt die Flexibilität der Augenmuskulatur. Halten Sie Ihren Daumen etwa 20 Zentimeter vor Ihr Gesicht und fokussieren Sie ihn scharf. Wechseln Sie dann den Fokus zu einem Objekt am anderen Ende des Raums. Wiederholen Sie diesen Wechsel etwa zehnmal. Es ist wie ein leichtes Stretching für Ihre Augen, das die Starrheit des Blickes aufhebt, die bei der Büroarbeit entsteht.
Schließen Sie Ihre Augen und stellen Sie sich eine große Uhr vor Ihnen vor. Fahren Sie mit den Augen langsam die Zahlen von 12 bis 6 ab und dann wieder zurück. Führen Sie diese Bewegung sanft und ohne Ruckeln aus. Diese Übung verbessert die Durchblutung der Augenregion und hilft dabei, Verspannungen in der umgebenden Muskulatur zu lösen.
Koppeln Sie Ihre Augenpflege an Ihre Wasseraufnahme. Jedes Mal, wenn Sie ein Glas Wasser trinken, machen Sie eine kurze Seh-Pause. Eine ausreichende Hydration ist für die Produktion von Tränenflüssigkeit unerlässlich. Wer genug trinkt, unterstützt seine Augen von innen heraus und beugt dem Gefühl von Sand in den Augen vor.
Trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen belasten den Tränenfilm. Integrieren Sie Stoßlüften in Ihre Routine. Frischer Sauerstoff und eine höhere Luftfeuchtigkeit tun Ihren Augen und Ihrer Konzentration gut. Ein Hygrometer auf dem Schreibtisch hilft Ihnen, die Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich zwischen 40 und 60 Prozent zu halten.
Beenden Sie Ihren Tag nicht mit dem Blick auf das Smartphone. Führen Sie eine bildschirmfreie Stunde vor dem Schlafen ein. In dieser Zeit können Sie Ihre Augen mit einer warmen Kompresse beruhigen oder einfach bei gedimmtem Licht Musik hören. Das signalisiert Ihrem visuellen System, dass die Arbeitsphase beendet ist, und bereitet Ihren Körper auf eine erholsame Nacht vor.
Tagesstruktur
Vormittag
Trinken Sie das erste Glas Wasser und lüften Sie den Arbeitsraum. Die Tränenproduktion hängt eng mit dem Flüssigkeitshaushalt zusammen. Wer morgens mit einem Glas Wasser startet, hat bereits die erste Gelegenheit für eine kurze Seh-Pause. Stoßlüften bringt Sauerstoff und Feuchtigkeit in den Raum, was den Tränenfilm den ganzen Vormittag über stützt.
Vormittag — Pause
Nach 20 Minuten konzentrierter Bildschirmarbeit lösen Sie den Blick. Suchen Sie einen Punkt in mindestens 6 Metern Entfernung und halten Sie den Fokus dort für 20 Sekunden. Diese Übung lässt den Ziliarmuskel los, der bei der Naharbeit ständig angespannt ist. Wer sich einen Timer stellt, behält den Rhythmus ohne eigene Aufmerksamkeit bei.
Mittag
Wenn die Augen nach drei Stunden Bildschirmarbeit brennen, hilft Palmieren. Zwei bis drei Minuten Dunkelheit unter warmen Handflächen wirken bei akuter Überlastung sehr entspannend. Die Übung kostet wenig Zeit und lässt sich am Schreibtisch durchführen. Legen Sie die Handflächen so über die Augen, dass kein Licht durchdringt, ohne Druck auf die Augäpfel auszuüben.
Nachmittag
Der Nachmittag ist der Zeitpunkt, an dem die Starrheit des Blickes am stärksten spürbar wird. Nutzen Sie den Nah-Fern-Fokuswechsel zehnmal und schließen Sie die Augen für eine Runde sanftes Kreisen. Beide Übungen lockern die Augenmuskulatur und verbessern die Durchblutung der Umgebung. Sie lassen sich in weniger als zwei Minuten durchführen.
Feierabend
Beenden Sie den Tag nicht mit dem Blick auf das Smartphone. Führen Sie eine bildschirmfreie Stunde vor dem Schlafen ein. Eine warme Kompresse beruhigt die Augen, gedimmtes Licht signalisiert dem visuellen System, dass die Arbeitsphase vorbei ist. Das hilft dem Körper, sich auf eine erholsame Nacht vorzubereiten.
Hygrometer, Wasser und Permforationskante in Spätnachmittagslicht
Arbeitsplatz
Übungen helfen, wenn Ihr Arbeitsplatz sie überhaupt zulässt. Monitorabstand, Raumbeleuchtung und Bildschirmhöhe beeinflussen, wie schnell Ihre Augen ermüden. Die folgenden Eckpunkte sind Grundlage jeder Routine auf dieser Seite.
Eine ausführliche Anleitung zu Monitorabstand, Lichtverhältnissen und ergonomischer Sitzhaltung finden Sie auf unserer Seite zur digitalen Ergonomie.
Zur digitalen Ergonomie →Monitorabstand
50 bis 70 Zentimeter zwischen Augen und Bildschirm. Die Oberkante des Monitors sollte auf Augenhöhe oder knapp darunter liegen. Ein zu nah positionierter Bildschirm verkürzt den Akkommodationsabstand und belastet den Ziliarmuskel übermäßig.
Raumbeleuchtung
Die Bildschirmhelligkeit sollte der Raumhelligkeit entsprechen. Vermeiden Sie grelle Kontraste zwischen Monitor und Umgebungslicht. Tageslicht von der Seite ist günstiger als frontal einfallendes Fensterlicht, das Reflexionen erzeugt.
Luftfeuchtigkeit
Trockene Heizungsluft entzieht dem Tränenfilm Feuchtigkeit. Ein Hygrometer zeigt, ob Sie im Bereich zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Regelmäßiges Stoßlüften bringt den Feuchtigkeitswert zurück und versorgt die Schleimhäute mit Sauerstoff.
Blinzel-Erinnerung
Die Blinzelrate sinkt am Bildschirm oft auf unter 5 Schläge pro Minute. Ein kleiner Zettel am Monitorrand oder eine App-Erinnerung helfen, das bewusste Blinzeln zur Gewohnheit zu machen.
Häufige Fragen
Die Regel heißt 20-20-20, weil sie alle 20 Minuten greift. Stellen Sie sich einen Timer und schauen Sie jeweils 20 Sekunden lang auf einen Punkt in mindestens 6 Metern Entfernung. Die Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Dauer der einzelnen Pause.
Ja. Blinzeln, Fokuswechsel und die 20-20-20-Pause dauern Sekunden und unterbrechen den Arbeitsfluss nicht. Palmieren und Augen-Kreisen beanspruchen zwei bis drei Minuten. Nutzen Sie natürliche Wartezeiten wie den Ladevorgang einer Seite oder das Warten auf eine E-Mail.
Führen Sie die abendliche bildschirmfreie Stunde ein und nutzen Sie eine warme Kompresse. Wenn die Beschwerden anhalten, sprechen Sie mit einer Fachperson über mögliche Ursachen. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.
Nein. Verhalten und Ernährung ergänzen sich. Eine ausreichende Hydration und Nährstoffe wie Lutein, Zeaxanthin und Omega-3-Fettsäuren spielen eine Rolle für das Wohlbefinden der Augen. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Seite zu Nährstoffen und Vitalität.
Ein Timer für die 20-20-20-Regel und ein Hygrometer für die Luftfeuchtigkeit sind die einzigen Hilfsmittel, die wir empfehlen. Beide sind im Handel günstig erhältlich. Für Palmieren benötigen Sie nur Ihre eigenen Handflächen.
Ergänzende Themen
Thema
Monitorabstand, Beleuchtung und Sitzhaltung als Grundlage jeder Seh-Pause.
Thema
Lutein, Zeaxanthin und Omega-3-Fettsäuren in ihrer Rolle für das Auge.
Thema
Antworten zu Bildschirmarbeit, Tränenfilm und Abläufen im Alltag.